Im Mittelpunkt der Mensch

Freie Waldorfschule Rosenheim

Anthroposophie

Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltall führen möchte.“
                                                   
(Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner, Dr. phil., studierte Naturwissenschaften, Mathematik und Philosophie in Wien. Vor der Wende zum 20. Jahrhundert war er in Wien, Weimar und Berlin als Herausgeber von Goethes naturwissenschaftlichen Schriften, Schriftsteller, Redakteur und Unterrichtender tätig. Nach der Jahrhundertwende trat er immer mehr für eine „anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft“ ein. Mit dem Bau des „Goetheanum“ wurde Dornach bei Basel das Zentrum seiner Wirksamkeit.

Die Anthroposophie ergänzt die moderne Naturwissenschaft durch eine umfassende Wissenschaft des Geistigen. Sie ist in der heutigen Kultur eine einzigartige Herausforderung zur Überwindung des Materialismus.

Anthroposophie ist kein fertig ersonnenes Menschen– und Weltbild, sondern eine Methode zur Herstellung einer bewussten Beziehung zum Seelischen und Geistigen im Menschen und in der Natur. Die Werke Rudolf Steiners sind nicht theoretische Konstrukte, sondern regen Begriffsbildungen und Beobachtungsfähigkeiten an, die - richtig gehandhabt - eine umfassende Erkenntnis der Wirklichkeit und ein geistesgegenwärtiges Handeln fördern.

Es ist nicht verwunderlich, dass von Seiten einer materialistischen Weltanschauung, die seelische und  geistige Realitäten leugnet, der Anthroposophie jegliche wissenschaftliche Existenzberechtigung abgesprochen wird. Die Früchte der Anthroposophie - z.B. in der Medizin oder in der Pädagogik - legen aber ein anderes Zeugnis ab.

 

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Rudolf Steiner (1861— 1925)