Geruch ist einer unserer stärksten Sinne. Einer, der uns in der Zeit zurückreisen lässt, zu unseren Kern-Erinnerungen. Jeder, der einen Waldorfkindergarten besucht hat und zurückkehrt, seufzt nostalgisch. Ja, das frisch gebackene Brot hat viel damit zu tun und auch die Naturmaterialien. Im Hollerbusch ist der Geruch des Waldes den Kindern sehr vertraut. Jede Woche gehen wir zu unserem Versteck im Wald, um zu beobachten, wie sich die Natur verändert. Die Zweige, die frische Erde, die Blätter und Blumen sind die einzigen Spielsachen, die wir brauchen. Wir erkunden, welche Art von Parcours wir bauen können, mit Hilfe der Bäume, Äste und Sträucher und unserer flexiblen Seile. Wir lernen, Holz mit unseren Schnitzmessern in Gegenstände zu verwandeln. Und wir wissen, dass wir den Wald genauso sauber und rein hinterlassen, wie wir ihn vorgefunden haben!
Der Geruch der Natur wird, durch die Holzmöbel mit ihren weichen Kanten und robusten Körpern, nach drinnen getragen. Wir fühlen das Gewicht der Holzklötze und Figuren und erleben Stabilität und Balance. Wird der Turm kippen?! Wenn wir Wärme und Weichheit brauchen, um uns ruhig und geschützt zu
fühlen, gibt es die Wolle, die die Schafe zu den widerstandsfähigen Tieren macht, die sie sind. Dankbar nutzen wir Schafffelle, um darauf zu liegen, währendwir Geschichten hören. Oder spielen mit bunten Wollseilen, die sich durch unsere Vorstellungskraft in unzählige Dinge verwandeln lassen. Wolle hilft, unsere Temperatur zu regulieren. Sie hält uns kühl oder auch warm – so wie wir es brauchen. Es ist fast magisch. Wenn unsere Hände bereit sind, lernen wir, mit ihr, warmem Wasser und Seife zu arbeiten und sie in Bälle, Blumen und Decken für die Puppen zu verwandeln. Da ist die Seide, die die Raupe umhüllt und sie in einen Schmetterling verwandelt – weich und kühl. Seidentücher, die wir beim Geburtstagsreigen und auf dem Jahreszeitentisch so gerne verwenden.
Wir wissen auch, die emsige Arbeit der Bienen zu schätzen, die uns das Wachs schenken, das zur Herstellung unserer Wachsblöckchen verwendet wird, die den leichten, süßen Geruch von Honig verströmen. Ebenso wie das Bienenwachs, das wir als Modelliermaterial verwenden, um kleine Figuren zu formen oder es einfach in unseren Händen zu kneten, um uns zur Ruhe kommen zu lassen. Während unsere Finger tätig sind, werden auch unsere Gedanken weich. Wir lieben unsere Keramikbecher und -schalen. Du wirst überrascht sein, nur selten geht etwas zu Bruch. Das natürliche Gewicht des Tons und die Formen der Geschirrteile schmiegen sich natürlich in die kleinen Hände der Kinder. Vielleicht bist du jetzt, nachdem du dies alles gelesen hast, neugierig, ob es sich wirklich so anders in einem Waldorfkindergarten anfühlt.
Warum kommst du nicht vorbei und erlebst es selbst? Es gibt keinen besseren Weg, als es selbst herauszufinden, und wir freuen uns, dich bei uns zu begrüßen und kennenzulernen!